

Lünen. Vier Jahre nach dem Großbrand auf dem Hof Schulze Wethmar ist die Brandsanierung des denkmalgeschützten Wohnhauses abgeschlossen. Als sichtbares Zeichen für den Erhalt des historischen Erbes brachten Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg und Eigentümer Vitus Schulze Wethmar gemeinsam die Denkmalplakette des Landes NRW an der Fassade an.
Das Feuer hatte im Mai 2021 weite Teile des 1820 bis 1822 errichteten Bauernhauses zerstört. Während der landwirtschaftliche Betrieb weiterlief, sicherte die aufwändige Sanierung in den vergangenen vier Jahren die historische Bausubstanz des Wohngebäudes und ermöglichte der Eigentümerfamilie nun die Rückkehr in ihr Zuhause.
Ein Stück Stadtidentität bewahrt
Die Hofstelle, die laut historischen Quellen seit über tausend Jahren landwirtschaftlich genutzt wird, besitzt für Lünen einen besonderen Stellenwert. Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg betonte beim Ortstermin die Relevanz über den privaten Rahmen hinaus: „Der Hof Schulze Wethmar ist nicht nur ein landwirtschaftlicher Betrieb, sondern ein fester Bestandteil unserer Stadt.“
Gerade vor dem Hintergrund der Zerstörung sei das Ergebnis bemerkenswert. „Dass das historische Erbe nach dem Brand nicht verloren ging, sondern mit viel Liebe zum Detail für kommende Generationen erhalten wurde, ist ein Gewinn für das Stadtbild Lünens“, so die Bürgermeisterin weiter.
Enge Kooperation ermöglichte Sanierung
Obwohl der Hof bereits seit 1986 in der Denkmalliste eingetragen ist, markiert die Plakette mit dem Landeswappen nun symbolisch den Abschluss der Arbeiten am Wohnhaus. Beim Termin machten sich auch der Erste Beigeordnete Arnold Reeker sowie Catharina Osthues von der Unteren Denkmalbehörde ein Bild vom Sanierungserfolg. Fachlich eng begleitet wurde das gesamte Projekt zudem von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen (LWL-DLBW).
Für Eigentümer Vitus Schulze Wethmar endet damit eine Zeit der Unsicherheit. „Der Brand war eine absolute Katastrophe für uns. Im ersten Moment standen wir vor dem Nichts und es war völlig unklar, wie und ob es mit dem Gebäude weitergehen kann“, blickte der Landwirt zurück.
Er führte den Erfolg des Projekts auch auf die enge Abstimmung mit der Denkmalbehörde zurück. „Ich möchte mich ausdrücklich für die Unterstützung bedanken – insbesondere bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Lünen. Die Zusammenarbeit bei der Wiederherstellung des Gebäudes war immer konstruktiv und lösungsorientiert“, resümierte Schulze Wethmar.
Quelle und Bilder: Stadt Lünen