Lünen. Die Stadt Lünen ergreift Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit am Knotenpunkt Kantstraße/Im Engelbrauck. Der Bereich gilt seit Jahren als Unfallschwerpunkt, insbesondere für den Radverkehr.

Zwischen August 2023 und November 2025 kam es dort zu sechs Unfällen mit Radfahrenden. In fünf Fällen wurde ihnen die Vorfahrt genommen. Vier Personen wurden leicht, zwei schwer verletzt. Besonders betroffen ist die Zufahrt aus der Straße „Im Engelbrauck“, wo die Sicht eingeschränkt ist.
Eine Verkehrszählung aus dem September 2025 zeigt die hohe Bedeutung des Radverkehrs: Innerhalb von 24 Stunden wurden 1.448 Radfahrende gezählt, davon rund 1.000 auf dem Leezenpatt. Die westliche Zufahrt über „Im Engelbrauck“ ist mit 206 Fahrzeugen pro Tag vergleichsweise gering belastet.
Als erste Maßnahme wird die Zufahrt zum Parkplatz an der Viktoriastraße ab dem 19. Februar über „Im Engelbrauck“ gesperrt. Die Zufahrt über die Viktoriastraße sowie von Süden über die Kantstraße bleibt möglich. Die Ausfahrt in Richtung „Im Engelbrauck“ bleibt erhalten. Weitere Maßnahmen und eine langfristige Umgestaltung folgen.
Hintergrund ist auch, dass viele Fahrzeuge den Parkplatz lediglich zum Wenden nutzen. Diese Umfahrungsverkehre erhöhen das Unfallrisiko für Radfahrende.
Zusätzlich wird die Polizei die illegale Nutzung der Busspur an der Kantstraße verstärkt kontrollieren. Falls erforderlich, werden bauliche Maßnahmen geprüft.
Mit der Umgestaltung soll der Unfallschwerpunkt nachhaltig entschärft und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht werden.
Quelle und Bild: Stadt Lünen