Lünen. Im Rahmen eines gemeinsamen Schwerpunkteinsatzes haben das Ordnungsamt, die Polizei und die Ausländerbehörde am späten Freitagabend (17. April) insgesamt 13 Betriebe im Stadtgebiet kontrolliert. Zu den überprüften Einrichtungen zählten unter anderem Kioske, Gaststätten und Spielhallen.

Ziel der Maßnahme war es, neben der Kontrolle gaststätten- und glücksspielrechtlicher Vorschriften insbesondere den illegalen Verkauf gesundheitsgefährdender und nicht verkehrsfähiger Produkte zu unterbinden und so den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Bei den Gewerbekontrollen stellten die Einsatzkräfte zahlreiche nicht zum Verkauf zugelassene Produkte sicher.

Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte unter anderem ein illegales Glücksspielgerät, 302 nicht zum Verkauf zugelassene „Snus“-Produkte sowie 20 Behälter mit Distickstoffmonoxid (Lachgas) sicher. In einem Kiosk in Brambauer wurden zudem mehrere Kartons mit pyrotechnischen Gegenständen beschlagnahmt.

Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas, wird in jüngerer Zeit vermehrt von Jugendlichen als Rauschmittel missbraucht und kann beim Konsum erhebliche gesundheitliche Risiken verursachen. Die Stadt Lünen hatte deshalb bereits im Juli 2025 den Verkauf an Minderjährige untersagt. Durch eine Änderung des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes ist inzwischen auch der Verkauf größerer Verpackungseinheiten und Mengen generell verboten und strafbar.

Auch zahlreiche gewerberechtliche Verstöße wurden festgestellt. In mehreren Betrieben fehlten Preis- und Pfandauszeichnungen. Darüber hinaus wurden nicht deklarierte sowie abgelaufene Waren beanstandet.

Ordnungsdezernent Dr. Christian Klicki begleitete den Einsatz vor Ort und lobte die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden: „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften für ihren Einsatz, durch den sie einen unverzichtbaren Beitrag für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger leisten. Der Kommunale Ordnungsdienst, Ordnungsamt, Polizei und Ausländerbehörde haben sehr professionell und sehr gut zusammengearbeitet.“

Insgesamt waren 19 Einsatzkräfte an dem Schwerpunkteinsatz beteiligt. Die sichergestellten Waren wurden zur weiteren Bearbeitung an die zuständigen Fachbehörden weitergeleitet.

Quelle und Bild: Stadt Lünen