Lünen. Der Fachbereich Bürgerservice und Ordnung der Stadt Lünen hat die Jahresstatistiken für den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) und die Verkehrsüberwachung für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die aktuellen Zahlen, die Fachbereichsleiter Matthias Bork in dieser Woche im Fachausschuss präsentierte, zeigen zwei gegenläufige Entwicklungen: Während die Einsatzkräfte im Bereich der allgemeinen Ordnung häufiger einschritten, registrierte die Stadt weniger Verkehrsverstöße. Politik und Verwaltung

Im vergangenen Jahr überprüften die Mitarbeitenden des KOD insgesamt 4.860 Personen und Situationen. Das sind deutlich mehr Kontrollen als noch im Vorjahr (4.301). Daraus resultierten 1.169 geahndete Verstöße. Ein Schwerpunkt der Arbeit lag auf dem Jugendschutz und der Gewerbeüberwachung. Dabei zogen die Einsatzkräfte zahlreiche unzulässige Artikel aus dem Verkehr, darunter 436 E-Zigaretten, 340 Snus-Produkte sowie 140 E-Zigaretten mit THC-Gehalt. Zudem ging der KOD verstärkt gegen Umweltverschmutzung vor und erfasste 158 Fälle von illegaler Müllablagerung.

„Unsere Einsatzkräfte sind täglich im direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort. Die gestiegene Zahl der Kontrollen belegt, dass wir unsere Schwerpunkte zielgerichtet setzen, insbesondere bei sensiblen Themen wie dem Jugendschutz“, erklärt Fachbereichsleiter Matthias Bork.

Der zuständige Dezernent für den Fachbereich Bürgerservice und Ordnung, Dr. Christian Klicki, ergänzt mit Blick auf die Gesamtentwicklung: „Die aktuelle Statistik verdeutlicht, dass die städtische Präsenz im öffentlichen Raum nach wie vor unverzichtbar ist. Positiv stimmt uns hingegen die Entwicklung im Straßenverkehr. Der Rückgang der Geschwindigkeitsverstöße ist ein gutes Signal für die Verkehrssicherheit in Lünen.“

Um im Stadtgebiet sichtbar und ansprechbar zu bleiben, absolvierten die Einsatzkräfte 352 Fußstreifen in der Fußgängerzone sowie 266 auf der Waltroper Straße. Die mobile Anlaufstelle der Stadt ergänzte diese Präsenz. Sie machte 41 Mal in verschiedenen Ortsteilen Station, um den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort den direkten Austausch zu ermöglichen.

Auf den Straßen in Lünen stellten die Überwachungskräfte insgesamt 34.051 Verstöße fest. Das entspricht einem Rückgang von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen sank auf 23.117 Fälle (minus 5,14 Prozent). Die meisten Fahrerinnen und Fahrer waren dabei lediglich bis zu zehn Stundenkilometer zu schnell unterwegs. Die Messgeräte lösten am häufigsten auf der Bebelstraße, der Münsterstraße und der Brambauerstraße aus. Die Auswertung zeigt zudem, dass knapp die Hälfte der erfassten Halterinnen und Halter aus Lünen selbst stammt.

Bei der Kontrolle des ruhenden Verkehrs registrierte die Verwaltung 10.934 fehlerhaft abgestellte Fahrzeuge. Das unzulässige Parken auf dem Gehweg führte mit 1.724 Fällen die Statistik der Verwarnungen an. Dahinter folgte das Parken im eingeschränkten Halteverbot mit 1.344 Erfassungen. Gleichzeitig dokumentiert der Jahresbericht eine Veränderung beim Bezahlen der Parkgebühren. Immer mehr Autofahrerinnen und Autofahrer nutzen das Smartphone: Die Einnahmen über das Handyparken stiegen auf rund 155.000 Euro an. Im Gegenzug sanken die Erlöse an den klassischen Parkscheinautomaten leicht auf etwa 763.000 Euro.

Die vollständigen Jahresberichte des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie der Verkehrsüberwachung mit allen detaillierten Grafiken sind online unter www.luenen.de/kod2025 abrufbar.

Quelle: Stadt Lünen