Lünen. Die Dialogreihe „Herzenssache“ von Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg hat am Montag, 8. September 2026, in Niederaden Station gemacht. Rund 60 Interessierte sorgten für einen voll besetzten Besprechungsraum im neuen Feuerwehrgerätehaus zwischen der Niederadener Straße und „Im Dorf“.

Rund 60 Interessierte sorgten bei „Herzenssache Niederaden“ mit Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg für einen voll besetzten Besprechungsraum im neuen Feuerwehrgerätehaus.

Zunächst gab Renate Schmeltzer-Urban, die unter anderem das Netzwerk der Niederadener Vereine koordiniert, einen Überblick über die aktuelle Situation, vor allem mit Blick auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in den Vereinen vor Ort. Die Bürgermeisterin zollte diesem Engagement Respekt und Anerkennung: „Man erkennt sofort: Niederaden ist ein Stadtteil, der lebt und funktioniert.“

Aber natürlich gibt es auch in Niederaden Dinge, die aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger verbesserungswürdig sind. Diese Kritik brachten die Anwesenden konstruktiv vor, wobei, wie in vielen anderen Stadtteilen auch, Themen rund um Baustellen und Verkehr dominierten. So sorgen sich die Niederadener vor allem um die Sicherheit der Schulkinder auf ihrem morgendlichen Weg, unter anderem in den Straßen Im Erlensundern, In der Heide und im Bereich des Neubaugebiets Im Baumhof. Martina Förster-Teutenberg nahm unter anderem die Wünsche nach einer besseren Beschilderung mit. Ein Zebrastreifen im Baumhof werde kommen. Der entsprechende politische Antrag sei angenommen worden. Sie erklärte aber auch: „Ein Zebrastreifen ist aufwändig zu bauen. Das geht nicht von heute auf morgen.“ Mögliche Übergangslösungen wie Schülerlotsen wurden auch von den Bürgerinnen und Bürgern positiv aufgenommen. Hier sollen konkrete Gespräche mit der Leitung der Lüserbach-Grundschule geführt werden.

Ein großes Thema war die anstehende Kanalsanierung auf der Niederadener Straße, die Verkehrsbehinderungen unumgänglich macht. Wie genau diese aussehen werden, steht noch nicht fest, da die konkreten Planungen noch von der Politik diskutiert und beschlossen werden müssen. „Klar ist aber auch, dass es ohne Sperrungen nicht gehen wird“, so die Bürgermeisterin, die Verständnis für die Sorgen der Anwohnenden und vor allem der betroffenen Unternehmen zeigte: „Wenn wir sagen, dass wir die Anwohnenden beteiligen und mit ihnen sprechen, dann meinen wir das auch ernst.“

Ebenfalls angesprochen wurde die Entwicklung der Nahversorgung. „Der Discounter Lidl möchte seinen aktuellen Standort an der Niederadener Straße aufgeben, will sich aber nicht aus dem Stadtteil zurückziehen“, verkündete Martina Förster-Teutenberg. „Unsere Aufgabe ist es nun, gemeinsam mit dem Unternehmen eine passende Fläche zu finden.“ Hoffnung machte der Bürgermeisterin dabei die Entwicklung in Lünen-Süd: „Hier ist es uns gelungen, einen neuen Lidl-Standort zu finden. Dabei handelt es sich nicht um den eingeschossigen Bau auf der grünen Wiese, sondern um einen zentral gelegenen Bau mit Wohnungen im Obergeschoss.“ Die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und der Stadt sei hier hervorragend gewesen, und das soll nun auch in Niederaden der Fall sein.

Abschließend gab es noch einen Appell aus der Versammlung zur Teilnahme am „World Cleanup Day“, der am Sonntag, 20. September 2026, stattfindet. Dann werden auch die Vereine in Niederaden wieder dabei helfen, die Landschaft von Müll zu befreien.

Die nächsten Termine für die Bürgerdialogreihe „Herzenssache“ von Martina Förster-Teutenberg stehen bereits fest:

  • Montag, 5. Oktober 2026, 19 Uhr: „Herzenssache Horstmar“ (Bürgerhaus Horstmar)
  • Montag, 2. November 2026, 19 Uhr: „Herzenssache Beckinghausen“ (Ort wird noch bekannt gegeben)
  • Dienstag, 8. Dezember 2026, 19 Uhr: „Herzenssache Nordlünen“ (Aurubis Arena)
  • Dienstag, 19. Januar 2027, 19 Uhr: „Herzenssache Lippholthausen“ (Schlossmühle)

Alle Termine und weitere Infos gibt es auf www.luenen.de/buergermeisterin

Quelle und Bild: Stadt Lünen