Lünen. Ehrenamtliche Vormundinnen und Vormünder sowie Pflegeeltern aus Lünen haben am Mittwoch, 22. April, ihr Wissen über das deutsche Jugendhilfesystem im Rahmen einer fortlaufenden Qualifizierungsreihe vertieft. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich mit rechtlichen und pädagogischen Grundlagen auseinander, die für den Alltag mit Kindern und Jugendlichen entscheidend sind.

Ehrenamtliche Vormundinnen und Vormünder sowie Pflegeeltern informierten sich in einer Schulung der Stadt Lünen über das Jugendhilfesystem. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Kinderheim Erziehungshilfen Werne (KEW gGmbH) stattfand, bot neben fachlichen Impulsen zur Biografiearbeit und Hilfeplanung auch Raum für den persönlichen Erfahrungsaustausch.

Im Zentrum der Schulung stand die Frage, wie die Hilfeplanung innerhalb der Verwaltung abläuft und welche Rechte Kinder sowie deren leibliche Eltern beim Besuchs- und Umgangsrecht haben. Besonders die Arbeit mit der eigenen Lebensgeschichte – die sogenannte Biografiearbeit – nahm breiten Raum ein, da sie jungen Menschen hilft, ihre Identität trotz schwieriger Startbedingungen zu festigen. Expertinnen und Experten des Kinderheims Erziehungshilfen Werne (KEW gGmbH) gestalteten den Tag und gaben Einblicke in die Praxis der Verwandtenpflege.

Die Veranstaltungsreihe soll Engagierte nicht nur fachlich stärken, sondern auch den Austausch untereinander fördern. Viele Pflegeeltern übernehmen zusätzlich die rechtliche Vormundschaft für ihre Schützlinge, was eine hohe Verantwortung mit sich bringt. Solche Fortbildungen bieten die notwendige Sicherheit, um in komplexen Situationen richtig zu handeln.

In Zukunft plant die Stadt Lünen, das Programm weiter auszubauen, um noch mehr Bürgerinnen und Bürger für ein solches Ehrenamt zu gewinnen. Wer sich vorstellen kann, eine Vormundschaft zu übernehmen und Kinder auf ihrem Weg zu begleiten, erhält nähere Informationen bei der städtischen Koordinierungsstelle für Vormundschaften unter der Rufnummer 02306 104-1363 oder per E-Mail an RechtlicheHilfen@luenen.de.

Quelle und Bild: Stadt Lünen