IT-Club und vhs-Akademie stärken digitale Kompetenzen von Seniorinnen und Senioren im Kreis Unna

Unter Anderem für die Volkshochschulen dabei: Björn Falke VHS Lünen, Manuela Sieland VHS Bergkamen und Benedikt Sträter VHS Selm

Kreis Unna. Wie können Seniorinnen und Senioren dabei unterstützt werden, sich sicher, selbstbestimmt und souverän in einer zunehmend digitalen Welt zu bewegen? Über diese Frage und die weitere Entwicklung des IT-Clubs im Kreis Unna haben sich Landrat Mario Löhr und Vertreter der Volkshochschulen im Kreis Unna zu Beginn der Woche ausgetauscht.

Die Volkshochschulen im Kreis Unna haben ihre Weiterbildungsangebote zum Thema EDV und Digitales in einem Flyer „vhs-Akademie im Kreis Unna“ gebündelt. Damit steht ein Angebot zur Verfügung, das insbesondere älteren Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Kompetenzen ermöglicht. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, digitale Möglichkeiten im eigenen Alltag sicher und selbstständig zu nutzen – vom Smartphone und der digitalen Kommunikation über Online-Banking und digitale Fahrkarten bis hin zu E-Rezepten, Terminbuchungen oder digitalen Dienstleistungen der Verwaltung.

Digitale Kompetenz entwickelt sich damit immer stärker zu einer Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe. Viele alltägliche Dienstleistungen und Kommunikationswege verlagern sich zunehmend in den digitalen Raum. Umso wichtiger ist es, dass fehlende Erfahrung mit digitalen Anwendungen nicht zu neuen gesellschaftlichen Barrieren führt.

Gerade für Seniorinnen und Senioren braucht es deshalb Angebote, die an den individuellen Erfahrungen und Bedürfnissen ansetzen, verständlich erklären und ausreichend Raum zum Ausprobieren und Nachfragen bieten. Der IT-Club des Kreises Unna verfolgt genau diesen Ansatz. Die Angebote sind praxisnah und niedrigschwellig angelegt und sollen Berührungsängste gegenüber digitalen Technologien abbauen.

Eine besondere Rolle übernehmen dabei die Volkshochschulen. Als kommunale Weiterbildungseinrichtungen stehen sie für wohnortnahe, offene und generationenübergreifende Bildung. Sie verfügen über langjährige Erfahrung in der Vermittlung digitaler Kompetenzen und erreichen Menschen unabhängig von Bildungsbiografie, Alter oder Vorerfahrung. Zugleich bieten sie geschützte Lernräume, in denen Fragen gestellt und neue Technologien ohne Leistungsdruck ausprobiert werden können.

Im Austausch mit Landrat Mario Löhr wurde insbesondere die Bedeutung einer kreisweiten Vernetzung der Angebote deutlich. Vorhandene Strukturen von Kreis, Kommunen, Volkshochschulen und weiteren Partnern können miteinander verbunden werden, um möglichst viele Seniorinnen und Senioren zu erreichen und Zugänge zu digitaler Bildung dauerhaft zu sichern.

Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, digitalen Verwaltungsleistungen und neuen Kommunikationsformen macht diese Aufgabe zusätzlich dringlich. Digitale Grundbildung bedeutet heute deshalb mehr als die Bedienung einzelner Geräte. Sie umfasst auch Fragen von Datenschutz und Sicherheit, den kritischen Umgang mit Informationen und zunehmend die Fähigkeit, Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz einschätzen zu können.

Damit ist das Thema des Umgangs mit einer digitalen Welt nicht allein ein Weiterbildungsangebot, sondern ein Projekt gesellschaftlicher Teilhabe. Digitale Bildung trägt dazu bei, Selbstständigkeit zu erhalten, soziale Kontakte zu ermöglichen und Menschen in die Lage zu versetzen, gesellschaftliche Veränderungen aktiv mitzugestalten.

Der Austausch mit Landrat Mario Löhr unterstreicht den gemeinsamen Anspruch, die Vermittlung digitaler Kompetenzen im Kreis Unna weiterzuentwickeln. Die Volkshochschulen bringen dabei ihre besondere Stärke als wohnortnahe Orte des lebenslangen Lernens ein. Gemeinsam mit dem Kreis und weiteren lokalen Partnern soll digitale Souveränität für alle Generationen gestärkt und dafür Sorge getragen werden, dass der digitale Wandel niemanden zurücklässt.

 

Quelle und Bild: Kreis Unna