Lünen. 100 Jahre Löschzug 6: Drei Tage lang wollten die „Blauröcke“ aus Nordlünen-Alstedde dieses Jubiläum feiern – mit großem Zapfenstreich, einem Festakt und einem Tag der offenen Tür für die Bürgerinnen und Bürger. Doch Corona machte auch diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung.

Wahlen und Beförderungen beim Löschzug Nordlünen Alstedde: (v.l.n.r. vorn) Andreas Feldmann, Andreas Haak, Alfred Tilmann, Stephan Dörnbrack. (v.l.n.r. hinten) Christoph Kloß, Fabian Ermlich, Luca Bennemann, Henning Adam, Alina Giedas, Patrick Dolata.

„Die Jubiläumsfeier werden wir nicht nachfeiern, aber wir werden Tage und Anlässe finden, an denen wir zeigen können, dass die 100 Jahre uns nicht in unserer Feierfreude haben altern lassen“, so Löschzugführer Andreas Feldmann. Ein Veranstaltungs-Höhepunkt wird am Sonntag, 3. September 2023, der historische Pumpenwettbewerb sein, den der Löschzug für die Feuerwehren in NRW auf dem Gelände am Schloss Cappenberg ausrichten wird.

In Präsenz nachgeholt wurde jetzt die Jahresdienstbesprechung des Löschzugs. Ein Hauch von Jubiläumsstimmung kam auf, als Alfred Tillmann ein Foto überreichte, das den Löschzug im Jahr 1927 vor dem Gründungslokal Haus Wieneke zeigt. Das Besondere daran: Fast alle Namen der dort abgebildeten Feuerwehrleute konnten dem zugeordnet werden.

Zudem standen Wahlen und Beförderungen an: Zum zweiten Kassierer wurde Markus Mues gewählt. Kassenprüfer für die nächsten 2 Jahre ist Friedrich Schumacher. Im Amt des Obmannes wurde Georg Heckenkamp bestätigt, auch Patrick Dolata wurde als Schriftführer wiedergewählt.

Alina Giedas wurde nach erfolgreicher Absolvierung ihrer Dienstzeit zur Oberfeuerwehrfrau befördert, Luca Bennemann zum Oberfeuerwehrmann.

Henning Adam und Fabian Ermlich haben erfolgreich den Truppführer-Lehrgang abgelegt und wurden nach Laufbahnverordnung zum Unterbrandmeister befördert.

Patrick Dolata hat am Institut der Feuerwehr in Münster seine Qualifikation zum Gruppenführer unter Beweis gestellt und trägt nun den Dienstgrad Brandmeister.

Christoph Kloß steigt zum Hauptbrandmeister auf.

Was vor 100 Jahren mit der Satzung am 01.04.1921 festgeschrieben wurde, waren die Bemühungen von engagierten Bürgern, das Feuerlöschwesen in der Altlüner Gemeinde für die Bauernschaften Alstedde und Nordlünen geordnet zu regeln. Sicherlich existierte schon lange vorher ein Löschwesen, und auch die Kameraden des Löschzuges waren im Jahre 1920 aktiv. Von einer Freiwilligen Feuerwehr ist aber erst die Rede, wenn Mannschaft und Gerät benannt und regelmäßig Übungen durchgeführt werden. Derzeit arbeitet der Löschzug an einer Chronik, die noch in diesem Jahr die Geschichte der „Blauröcke“ in Wort und Bild wiedergeben wird.

Text: Stadt Lünen, Bild: Patrick Dolata

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