Lünen. Zur 41. Lünsche Mess hatte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns Delegationen aller sechs Partnerstädte nach Lünen eingeladen. Während Zwolle und Bartin ihre Teilnahme absagen mussten, konnte das Team des Bürgermeisterbüros und der Stabsstelle Wirtschaft und Marketing Gäste aus Demmin, Kamien Pomorski, Salford und Panevezys in Lünen begrüßen.

Neben den Besuchen der Lünsche Mess mit ihren Programmpunkten, darunter die Shows auf dem Marktplatz, das Entenrennen und die Messe „Lünen hilft“, lernten die Gäste auch das Leben rund um die Stadt kennen. So standen Betriebsbesichtigungen im Lüntec und bei Late Night Concepts (LNC) auf dem Plan. Lünens Smart-City-Koordinator Gregor Spanke und LNC-Geschäftsführer Ingo Kaiser präsentierten dabei ihre Pläne für eine digitale Innenstadt. Bei einem Ausflug zur Zeche Zollern in Dortmund wandelten die Delegationen auf den Spuren des Bergbaus, der diese Region entscheidend geprägt hat.

Die Teilnehmenden nutzen zudem die Zeit, um die bereits bestehenden Freundschaften zu erneuern und mit Leben zu füllen. So bedankte sich der Bürgermeister von Kamien Pomorski, Stanisław Kuryłło, mit einem Brief für die Unterstützung, die seine Stadt bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise erhalten hatte. Aus Lünen waren unter anderem Sach- und Geldspenden nach Kamien Pomorski gelangt, mit deren Hilfe Geflüchtete versorgt wurden. Als nächster Schritt steht – erneut mit Lüner Unterstützung – die Schaffung von Bildungsangeboten – zum Beispiel Sprachkurse – auf dem Plan.

Die Sprecherin der Stadt Panevezys, Vilma Kucyte, überbrachte die Grüße von Bürgermeister Rytis Mykolas Račkauskas. Eindrucksvoll veranschaulichte die Vertreterin aus Litauen die Sorgen und Ängste der Menschen in Panevezys, die der Krieg in der benachbarten Ukraine schürt. Gleichzeitig zeigte sie sich dankbar über die Unterstützung der NATO, die unter anderem auch deutsche Soldaten zur Unterstützung nach Litauen gesandt hat. Die Signale aus Lünen, jede mögliche Hilfe anzubieten, habe man ebenfalls mit großer Dankbarkeit wahrgenommen.

Eine besondere Begegnung gab es am Donnerstag nach einer Riesenradfahrt mit der Delegation aus Salford. Deren Mitglieder hatten in der Gondel die Nachricht vom Tod der britischen Königin Elizabeth II. erhalten. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sprach den englischen Freunden am Abend das Beileid der Stadt Lünen aus und würdigte die verstorbene Monarchin: „Während ihrer 70-jährigen Regentschaft hat sie mehr als einmal bewiesen, dass Werte wie Würde, Güte, Respekt und Objektivität ein wahres Oberhaupt ausmachen.“ Er sicherte den Gästen zu, sie bei ihrem vielleicht nicht einfachen Weg in eine neue Ära zu begleiten.

Mit seinem Amtskollegen Thomas Witkowski aus Demmin verabredete Jürgen Kleine-Frauns, zeitnah eine Vereinbarung für die Gründung einer Partnerschaftsinitiative zu unterzeichnen. Ziel ist es, den Austausch zwischen beiden Städten zu intensivieren und zu koordinieren. Dies soll vor allem durch gemeinsame Projekte in den Bereichen Kultur, Sport, Wirtschaft, Politik und Verwaltung geschehen. Die beiden Bürgermeister hoffen, auf diese Weise die „kommunale Ost-West-Achse“ zu stärken und auch die Beziehung zu den Partnerstädten in Polen und Litauen weiter zu vertiefen.

Ray Selby, Mitglied der Delegation aus Salford, überreichte Jürgen Kleine-Frauns als Gastgeschenk ein Monopoly-Spiel in der „Salford-Edition“.
Die Delegationsmitglieder nach ihrer Ankunft in Lünen.
Kaffee, Kuchen und einen Ausblick über Lünen genossen die Gäste in der 14. Etage des Rathauses.

 

 

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