

Mit Flamingo „Emir“ für Fairness und eigene Grenzen: Kita St. Marien erlebt Projekttage zu Kinderrechten
Lünen. Eigene Grenzen setzen, fair teilen und einander zuhören: Vom 6. bis zum 9. Oktober drehte sich für die vier- bis sechsjährigen Kinder der Kita St. Marien alles um ihre Rechte. Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein „Creative Change e.V.“ aus Offenbach erlebten die Mädchen und Jungen das theaterpädagogische Projekt „Demokratini Bambini“. Möglich wurde die Projektwoche durch eine Bewerbung des Fördervereins „MarienKIDs e. V.“, für die über die Stadt Lünen rund 3.600 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ bereitgestellt wurden.
Statt trockener Theorie setzte das Team von Creative Change an den vier Vormittagen auf interaktives Figurentheater. Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder die Handpuppe „Emir, der Flamingo“, die in alltagsnahe Konflikte geriet: Mal wollten andere Tiere nicht mit Emir spielen, weil er rosa ist, mal wurden seine Spielideen übergangen oder eine Tante wollte ihn gegen seinen Willen knuddeln und küssen. Die Kinder in den Gruppen erkannten die Ungerechtigkeiten sofort, griffen aktiv in das Puppenspiel ein und halfen den Tieren mit eigenen Lösungsideen weiter. So übten sie spielerisch, Kompromisse im Alltag zu finden, gerecht zu teilen und bei unerwünschten Berührungen deutlich „Nein“ oder „Stop“ zu sagen.
„Wir möchten, dass die Kinder verstehen: Meine Meinung zählt, ich darf Grenzen setzen und ich werde ernst genommen. Gleichzeitig gehört dazu, anderen zuzuhören und ihre Wünsche zu respektieren. Das Puppenspiel hat diese Themen für die Kinder anschaulich und greifbar gemacht“, sagt Kita-Leitung Gudrun Sieding. Dennis Nehring, erster Vorsitzender des Fördervereins: „Als Förderverein möchten wir Projekte ermöglichen, die den Kindern unmittelbar zugutekommen. Hier konnten sie selbst Ideen einbringen und erleben, dass sie etwas verändern können. Deshalb haben wir die Bewerbung um die Förderung sehr gerne auf den Weg gebracht.“
Bilder: Kita St. Marien